|
Italien - ein vielseitiger Stiefel
Italien ist ein südeuropäischer Staat mit ca. 60.000.000 Einwohnern auf einer Fläche von über 300.000 km². Im Norden wird Italien von den Alpen zu den nordeuropäischen Ländern begrenzt und der Appennin zieht sich von den Alpen ganz herunten bis nach Sizilien im Süden.
Hauptstadt der italienischen Republik ist Rom, zentral gelegen und mit der größten Bevölkerungsdichte. Es gibt 2 Fremdstaaten im Land: den Vatikan in Rom und San Marino. Die Hauptstrom ist der Po im Norden, der von Westen nach Osten fließt.
Große und bekannte Seen sind der Lago Maggiore, Gardasee, Comer See, Luganer See im Norden, der Lago di Bracciano bei Rom und der Averner See bei Neapel. Die Halbinsel Italien wird fast komplett vom Mittelmeer umspült, was sich in die Adria, das Ionische, Thyrrenische und das Ligurische Meer aufteilt.
Zum Festland gehören mehrere Inseln: die größten sind Sizilien, Sardinien und Elba. Archipele sind die pontischen, die phlegräischen und eolischen Inseln sowie mehrere kleinere um Sizilien und Sardinien.
Es gibt noch einen aktiven Vulkan auf dem Festland, den Vesuv bei Neapel. Der Ätna auf Sizilien und der Vulcano auf der gleichnamigen Insel sind ebenfalls noch sehr aktiv.
Durch die Position der Halbinsel, zwischen der afrikanischen und der eurasischen Erdplatte eingekeilt, ist Italien Erdbebengefährdet und es kommt immer wieder zu kleineren Erschütterungen. Gut 35 % des Landes besteht aus Gebirge, teils bis zu über 3000 m Höhe und mehr und nur 23 % ist Flachland. Der Rest besteht aus Hügeln.
In den 20 Regionen wird überwiegend italienisch gesprochen, doch in Grenzgebieten nach Österreich, Frankreich und Slowenien gibt es Gemeinden, die offiziell zweisprachig sind. In Kalabrien gibt es Gemeinden, die albanisch bzw. griechisch sprechen und ihre Traditionen pflegen.
Staatsreligion ist römisch-katholisch und zusammen mit anderen christlichen Richtungen ist sie die größte Religionsgemeinde. Aber auch die muslimische und hebräische Religion sind vertreten mit eigenen Gotteshäuser und Zentren.
Geschichtlich ist Italien eines der wichtigsten Zentren in der Antike und für die heutige Moderne gewesen. Schon vor den Griechen von Itakern und Etruskern bewohnt, brachten auswandernde Griechen den Süden des heutigen Landes durch die Magna Grecia zu einem florierenden Handelszentrum, dass im gesamten Mittelmeerraum tätig war bis nach Vorderasien und Ägypten.
Später kamen die Römer, die aus der Halbinsel den Mittelpunkt der zivilisierten Welt Europas machten. Sie beherrschten Gebiete bis weit nach Asien, Nordafrika und sogar in das im Norden liegende England. Sie bauten Straßen und verbanden so die Orte miteinander, sie trieben Handel und Feldzüge und italisierten 3 Kontinente.
Nach dem Zerfall der römischen Macht kamen Langobarden, Normannen, Österreicher und Spanier und sogar Napoleon zog in Italien ein. Alle hinterließen ihre Spuren und machten aus dem Land, was es heute ist: eines der beliebtesten Urlaubsziele Europas.
Italien ist eines der 8 größten Industriestaaten der Welt und steht an 6ter Stelle als Exportland. Im Tourismus steht es heute nach Frankreich, Spanien und der USA, doch ist er nach wie vor eines der wichtigsten Einnahmequellen des Landes.
Die Italiener sind bekannt für ihr sprühendes Temperament, ihre Lebensfreude und ihr gutes Essen. Pizza und Pasta gehören zum täglichen Leben genauso wie viel frisches Gemüse, Salate und Obst. Die mediterrane Küche ist eine der gesündesten auch wegen des Knoblauchs und besten Olivenöls. Die Weine werden in die ganze Welt exportiert, weißer genauso wie roter und rosé. Bekannte Käse wie Parmesan und Mozzarella kann man in fast jedem Land kaufen.
Italien ist das Land der Künste. In Städten wie Mailand, Rom, Neapel, Florenz Palermo und vielen anderen gibt es Kunstschätze zu sehen, aus allen Epochen. Überall sieht man Zeugnisse der Jahrtausende alten Geschichte. Ganggräber aus der Bronzezeit, Arenen aus der Zeit der Römer und Paläste und Kirchen aus der Rennaissance und dem Barock – in Italien ist alles vorzufinden.
Italien hat die bekanntesten Künstler hervorgebracht, wie Botticelli und Michelangelo, Gelehrte wie Galileo Galilei und Leonardo da Vinci und Musiker wie Paganini, Verdi und Puccini. Schriftsteller wie Manzoni und Leopoldi brachten die romantische Lietratur heraus und wichtige Persönlichkeiten wie Volta und Galvini waren die Vorläufer der heutigen Elektrizität und Antonio Meucci erfand das Telefon. Nobelpreisträger für Literatur, Medizin, Chemie und Physik wurden gewonnen.
Italien hat ein mildes Mittelmeerklima in fast dem ganzen Land und zahlreiche schöne, feinsandige Strände und klares sauberes Wasser. Strandurlaub in Sardinien, Sizilien, Kalabrien oder Apulien ist bei Einheimischen genauso beliebt wie bei ausländischen Touristen. Kurorte wie Ischia und Abano Terme sind weltbekannt schon seit der Zeit der Römer und heilen so manches Leiden.
In den Bergen um Rom und insbesondere im Norden in den Alpen gibt es hervorragende Skigebiete wie Cortina oder Madonna di Campiglio. Beliebt sind auch die Seen um Garda und Como, weil sie schnell zu erreichen sind von den nördlicher liegenden Ländern und gleichzeitig ein warmes Mittelmeerklima haben. Hier haben in den letzten Jahre viele VIP sich Villen gekauft.
Die Küsten in Liguren, Kampanien und in Kalabrien schenken atemberaubende Natureindrücke und gehören zu den schönsten der Welt. Italien hat eine Vielzahl von Nationalparks und geschützten Zonen wie z. B. den Gran Paradiso im Piemonte, Parco Nazionale dell\\\' Abruzzo, der Aspromonte und der Pollino in Kalabrien, der Cilento und der Vesuv in Kampanien und der Ätna in Sizilien. Hier wird Flora und Fauna geschützt, aber man kann auch kontrollierten Agritourismus machen.
Viele Städte und Gebiete gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO wie die Stadtzentren von Neapel, Florenz, Venedig und Syrakus, der Königspalast in Caserta, die Ausgrabungsstätten Pomeji und Herkulaneum, die amalfitanische Küste, Portovenere in Cinqueterre und die eolischen Inseln.
Kaum ein Land ist so reichhaltig an Kunst und Geschichte und so vielseitig an Kultur
|
|