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Bologna - Stadt


Das Gros der Italien-Urlauber, speziell der Adria-Touristen kennt Bologna als
Hauptstadt dieser Region, der Emilia Romagna.

 

Die Geschichte dieser Stadt reicht bis in das sechste Jahrhundert v.Chr. zurück, als an dieser Stelle die Etrusker die Siedlung Felsina gründeten. Archäologische Funde belegen, dass hier schon 1100 v Chr. erste Ansiedlungen bestanden. Im Jahre 191 wurde Felsina von den Römern erobert und als römische Kolonie in Bononia umbenannt, erhielt dann wenig später die römischen Bürger- und Stadtrechte.

Die für römische Städte charakteristische schachbrettartige Anlage ist noch heute
auf dem Stadtplan erkennbar.

 

 


Schon im Jahre 1088 wurde der "Studio" gegründet, heute Europas älteste Universität.
Historische Wahrzeichen der Stadt sind die beiden schiefen Türme Asinelli und Garisenda, die ebenfalls aus dieser Zeit (1109/1119 n. Chr.) stammen.

 

Es handelt sich um sog. Geschlechtertürme, von den einflussreichen Familien als Standessymbol erbaut, meist festungsartig angelegt und nur über einziehbare Leitern zu erreichen. 180 dieser Türme soll es einst in Bologna gegeben haben, zeitgenössische Darstellungen der Stadt-Silhouette erinnern entsprechend an moderne Skylines neuzeitlicher Metropolen. Etwa 20 dieser Türme sind noch erhalten und somit sichtbare Zeitzeugen, die die Geschichte überdauert haben.

 

Bologna war eine schnell wachsende Stadt, vermutlich eine der sieben größten Städte in Europa, die einerseits mit harter Hand erweitert wurde, Territorien gewaltsam annektierte, andererseits, alleine schon durch den Erlaß des "Paradiesgesetzes" (Abschaffung von Leibherrschaft und Sklaverei) die starke Bindung an die katholische Kirche zeigte.

 

Neben den genannten weltlichen Sehenswürdigkeiten, waren es vor allem die Kirchen, allen voran St. Petronio, auch heute noch das Zentrum der Stadt, die das Bild der Metropole prägten.

 

St. Petronia, zentral an der Piazza Maggiore gelegen, ist die fünftgrößte gotische Kirche der Welt, imposantes Bauwerk mit 40m hohem Mittelschiff. Ihr Bau wurde 1390 begonnen, ist bis heute unvollendet.
Im historischen Zentrum findet sich heute auch noch die Basilika di Santo Stefano, wohl älteste Kirche der Stadt, inmitten eines Klosterkomplexes.



Mit den berühmten 3 Palazzi, (Palazzo dei Notai, Palazzo Re Enzo und Palazzo d\\\\'Accursio) sei hier der Blick auf die wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten abgeschlossen.



Für den heutigen Touristen sichtbare Besonderheit der Stadt: die Arkaden.
Insgesamt 38 Kilometer lange, "überdachte" Bürgersteige, einst erbaut, um im Stadtzentrum Wohnraum für die schnell wachsende Bevölkerung zu schaffen,
heute belebte und beliebte Shopping-Meilen.

 

 

So gestaltet sich ein Bummel durch die geschäftige Innenstadt zu einem Wechselspiel zwischen imposanten Bauwerken und Zeugen einer bewegten und in jeder Hinsicht reichen Geschichte, und modernem Geschäftsleben mit allen Attraktionen einer pulsierenden Großstadt.

 

Und so wie vor zweitausend Jahren, als sich Via Appia Minor und die Ost-West-Verbindung mit der Po-Ebene hier kreuzten ist Bologna auch heute
ein Verkehrs-Knotenpunkt. Mit dem Flughafen Marconi und dem - bei Billig-Fluggesellschaften beliebten - Flughafen Forli auch an den internationalen Luftverkehr angebunden. Daneben ist Bologna auch einer der größten Eisenbahn-Knotenpunkte Italiens.

Noch ein Tipp für Besucher:


Die berühmten Spaghetti Bolognese haben hier zwar ihren Ursprung, doch sind sie auf keiner Speisenkarte in dieser deutschen Benennung zu finden.
Die "Sugo Bolognese" wird aber gerne mit den ebenfalls hier beheimateten Tortellini serviert. Aber Vorsicht, bei den Italienern hat Bologna den Beinamen la grassa, die "Fette", wegen der besonders deftigen und fetten Speisen, für die die Stadt berühmt ist.

 







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