Die Basilika des Heiligen Markus - der Markusplatz
Der Markusplatz ist einer der bekanntesten Plätze der Welt und wurde von Napoleon als der eleganteste Salon Europas bezeichnet.
Unter den Kolonnaden gibt es elegante Geschäfte und wunderbare Cafés wie das Quadri, der Uhrenturm hat Figuren, die sich alle 6 Stunden in Bewegung setzen und der Dogenpalast war einst Sitz der Mächtigen der Serenissima. Doch am beeindruckendsten ist der Markusdom mit seinen westlichen und orientalischen Stilen in einem.
An Stelle der heutigen Basilika stand ursprünglich eine primitive kleine Kirche, die 823 in Flammen aufging und rekonstruiert wurde. Nach einem weiterem Wiederaufbau im Jahre 978 wurde sie auf Geheiß des Dogen Domenico Contarini im Jahre 1063 völlig neu aufgebaut und so präsentiert sie sich heute noch.
1094 fand man in einen der Säulen einen Körper und man war überzeugt, daß es der Heilige Markus war, den man während der Arbeiten versteckt und danach vergessen hatte wo. Der Markusdom wurde erst um 1617 fertig gestellt.
Einst in Besitz der Dogen, wurde die Administration jedoch Anfang des 19. Jahrhunderts einem Prokurator übergeben und nicht dem Patriarchen unterstellt. Bis heute hat sich daran nichts geändert.
Der Grundriss des Gebäudes ist der eines griechischen Kreuzes und mit 5 enormen Kuppeln versehen. Sie wurde der Apostelkirche in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, nachempfunden. Um auf dem sandigen Untergrund bestehen zu können, wurde in die Breite statt in die Höhe gebaut und die Wände sehr dünn gehalten.
Alle aus dem Ausland kommenden Schiffe mussten zur Zeit der Serenissima hier ein wertvolles Geschenk abgeben, um "das Haus des Heiligen Markus" zu schmücken. Dadurch entstand schon von Außen ein leicht orientalisches Aussehen, denn oftmals kehrten die Schiffe aus dem Orient zurück mit Gewürzen und wertvollen Stoffen.
So kommen zum Beispiel die 4 Bronzepferde aus Konstantinopel. In den folgenden Jahrhunderten wird immer wieder an der Basilika gearbeitet und wunderbare Mosaiken und Reliefs schmücken die Fassade und die 5 Türen.
Das Innere ist mit prächtigen Mosaiken bezogen, die schon im Atrio beginnen und sich bis hoch in die Kuppeln ziehen. Es sind mehr als 4.000 m², die sich teils mit Gold überzogen über Fußboden und Wände ergießen.
Sie wurden von Meistern aus dem Orient angefertigt und die Techniken wurden von den ansässigen Künstlern übernommen. Dadurch entstand ein Mix aus orientalischen und byzantinischen Einflüssen. Im 16. Jahrhundert wurden Skizzen des Tintoretto, Tiziano, Veronese und anderen berühmten Artisten übernommen und in die Mosaiken eingeführt.
Im Museum des San Markusdoms kann man Ritterrüstungen, Mosaiken, Manuskripte und die berühmten 4 Bronzepferde besichtigen, die hier im Original stehen.
Die "Pala d oro"ist das Kostbarste der Basilika. Sie ist ein Altarbild aus Gold, Silber, Emalie und Edelsteinen. Es besteht aus 83 Emaliebildern, zahlreichen Miniaturbüsten und unzähligen Edelsteinen wie Granat, Saphir, Smaragd, Amethyst, Rubin und Perlen.
Sie wurde zu früheren Zeiten jedoch nur zu Festlichkeiten aufgestellt und ansonsten durch ein "tägliches" Altarbild ersetzt, zwei bemalte Holztafeln aus dem Jahre 1345 und von Paolo Veneziano gemalt.
Das Battisterium wurde erst 1343 dazu gebaut von dem Dogen Andrea Dandolo, der hier auch zur Ruhe gebettet wurde. Die Zen – Kapelle wurde zur letzten Ruhestätte des Cardinales Zen, daher der Name.
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