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Neapel - zwischen Antike und Moderne


Neapel – einmal sehen und dann sterben! Das sagte Goethe einst und meinte damit, man muss die Stadt einmal im Leben erlebt haben. Kaum eine Stadt ist so chaotisch und gleichzeitig so faszinierend.

 

Neapel ist eine der ältesten Städte, die heute noch existiert. Um 650 v. Ch. siedelten sich hier Kymner an und ca. 100 Jahre später schlossen sie mehrere Ansiedlungen zu Neapolis zusammen. Unter den Römern war Neapel ein wichtiger Hafen für die nordafrikanischen Feldzüge und die Insel Capri, die ihr vorgelagert ist zusammen mit Ischia und Procida, wurde teilweise sogar Residenz einiger Kaiser.

 

 

Die Stadt Neapel in Italien

 

 

Als 476 das Römische Reich zerfiel, hielt Byzanz Einmarsch und herrschte über die Stadt bis Mitte des 12. Jahrhunderts. Der Hohenstaufer Friedrich II machte aus Neapel ein großes kulturelles Zentrum und gründete die erste Staatsuniversität um 1224.

 

 

 

Fast 200 Jahre fällt Neapel unter spanische Herrschaft, die ebenfalls viele Zeugnisse ihrer Zeit hinterlassen. 1631 bricht der Vesuv aus und zerstört einen Großteil der Stadt, die schon geplagt war durch eine große Hungersnot in den vorigen Jahren. Aufstände, Pest und Erdbeben erschüttern immer wieder die Stadt, die 1860 sich dem Königreich Italien anschließt.

Die bewegte Vergangenheit zeigt sich auch heute noch in der Stadt Neapel. Fast 2 Millionen Menschen leben hier, davon ca. 700.000 an den Hängen des Vesuvs, der immer noch aktiv ist. Die Neapolitaner sind ein Volk für sich, sie sind lebhaft, immer fröhlich und wissen aus jeder noch so schlechten Situation das Beste zu machen. Die Sprache, neapolitanisch, kann man erlernen und den neapolitanischen Gesang studiert man.

Wirtschaftlich ist der Hafen, größter und wichtigster Italiens, für den Großteil der Einnahmen zuständig. Hier legen alle großen Kreuzfahrtschiffe an. Aber auch der Tourismus ist ein wichtiger wirtschaftlicher Zweig. Neapel ist Kulturerbe der UNESCO.

Das Postkartenmotiv von Neapel hat man von dem Stadtteil Posillipo, was auch gleichzeitig das eleganteste mit den meisten privaten Villen ist.


Den Kontrast dazu bildet das Spanische Viertel. Hier leben die Armen der Armen, hier ist Neapel aber auch am ursprünglichsten. Die Wäsche wird quer über die Straße aufgehängt und aus jedem Fenster hört man wen singen.


In Santa Lucia stehen die exklusivsten Hotels, wo die reichsten der Reichen einen unvergleichlichen Blick auf die Bucht von Neapel haben. Hier liegt auch das Castel del Ovo, wo einst die Sirene Partenope strandete.
In dem gutbürgerlichen Vomero liegt die Kartause von San Marino und das Castel Sant Elmo.


Entlang des Spaccanapoli im Zentrum der Stadt liegen die meisten Geschäfte. Aber auch der Dom des Heiligen Gennaro, Schutzpatron Neapels, der alljährlich am 19. September gefeiert wird, wenn sich sein Blut in einer Ampulle im Dom verflüssigt.

 

 


Am Hafen ragt das Maschio Angioino in den tiefblauen Himmel, erbaut um 1289 von den Spaniern. Der Königspalast und die Oper San Carlo befinden sich in unmittelbarer Nähe. Das Kloster Santa Chiara hat wunderbare Majoliken.

 

Im Nationalmuseum kann man die ganze Geschichte Neapels von der Entstehung her besichtigen, unter anderem auch Funde der Nachbarorte Pompeji, Herkulaneum und Paestum.

Kaum eine Stadt ist so reich an Kunstschätzen, historischen Gebäuden und gleichzeitig so modern. Neapel – sehen und sterben!

 

 







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