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Sizilien

Die Spanische Treppe


Die Piazza di Spagna ist der römische Treffpunkt für Touristen und Einheimische. Auf die Frage, wo treffen wir uns, wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit dieser Platz und die in dessen Mittelpunkt stehende Spanische Treppe genannt.

 

Die Piazza erhielt ihren Namen genau so wie die Spanische Treppe vom Palazzo di Spagna, der spanischen Botschaft, die sich in direkter Nähe befindet. Die Spanische Treppe, ein Meisterwerk des Spätbarock und des Rokoko, beginnt unten am Brunnen, der die Form eines Bootes hat. Erbaut wurde er von Gian Lorenzo Bernini, einem bekannten italienischen Bildhauer, im Jahre 1629.

 



138 Stufen führen von diesem Brunnen über die Spanische Treppe, auf italienisch Scalinata della Trinità dei Monti, zur Kirche Trinità dei Monti hinauf. Die Spanische Treppe verbindet jedoch auch den Hügel des Pincio mit dem darunter liegenden Stadtteil, der sich bis zum Knie des Tiber zieht.

 

Das ganze bauliche Ensemble strahlt eine solche Einmaligkeit aus, dass die Treppe immer wieder für Filmaufnahmen, Modeschauen oder sonstige Events benutzt wird. Kaum ein berühmter Modeschöpfer hat seine Models nicht schon auf der Treppe und am Brunnen fotografieren lassen.

 

Spanische Treppe in Rom in Italien

 

 

Erbaut wurde die Spanische Treppe in nur drei Jahren von 1723 bis 1726, und der damalige Papst trug, wie heute, den Namen Benedikt, es war jedoch der XIII. Der Architekt der Spanischen Treppe war der zur damaligen Zeit sehr bekannte Francesco de Sanctis, der in dem noch berühmteren Alessandro Specchi einen Konkurrenten hatte, aber den Wettbewerb gegen ihn gewann.

 

Es war damals ein spektakuläres Ereignis, und die Sympathien für die beiden Architekten spalteten die Römer in zwei Lager.

Nur in der Zeit des Spätbarock war es möglich, eine solche Treppe zu bauen. Man wollte eine Architektur in die Stadt zaubern, die eigentlich nur für Theaterbauten oder für die großen Opernhäuser gedacht war.

 

Dies wollte der Architekt auch erreichen, etwas Theatralisches mitten in einer Stadt. Einen solchen, mit dem Blickwinkel auf die Perspektive angelegten Treppenaufgang findet man deshalb nur hier – und die Römer sind heute voller Stolz, ein solches Bauwerk zu besitzen.

 



Als Francesco de Sanctis erstmals das Gelände besuchte, fand er nur einen Trampelpfad vor, der links und rechts von Bäumen gesäumt war. Der gesamte verwucherte Hügel des Pincio war für ihn eine riesige Herausforderung.

Damals nannten die Bewohner denHügel "nelle Fratte" (im Gestrüpp). Es gibt noch alte Stiche, die den damaligen Zustand des Hügels zeigten. Erst dieser Vergleich von damals zu heute zeigt, dass Francesco de Sanctis in der Tat etwas Einmaliges geschaffen hat.


Dieses einmalige Ambiente des gesamten Ensembles machte die ganze Umgebung rund um die Spanische Treppe zu einer der beliebtesten und teuersten Wohngegenden Roms. Schon Johann Wolfgang von Goethe wohnte hier und war von Rom und seiner Spanischen Treppe begeistert.

Wer die Spanische Treppe besucht, sollte sich einfach in aller Ruhe auf deren Stufen setzen und alles auf sich wirken lassen, auf Details achten und auf die Menschen, die das Leben Tag für Tag auf die Treppe bringen.

 

 







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