Der Mailänder Dom
Das berühmteste Bauwerk Mailands ist der Mailänder Dom, der auch zu den bekanntesten Denkmälern Europas zählt.
Heute ist der Mailänder Dom, der eigentlich Duomo St. Maria Nascente heißt, die viertgrößte Kirche der Welt. Gemessen am Grundriss wird er nur übertroffen von der Basilika Notre-Dame in Frankreich, dem Petersdom in Rom sowie der Kathedrale von Sevilla in Spanien.
Er ist eine der bedeutendsten Kirchenbauten und architektonischer Zeitzeuge für die Spanne von Spätgotik zur Renaissance.
Der Mailänder Dom ist etwa 157m lang und etwa 108m breit. In ihm finden bis zu 40.000 Menschen Platz.
Mit seinen fünf Schiffen ist er überwältigend groß und er ist das bedeutendste gotische Bauwerk in Italien.
Auffällig am Dom sind die gotischen und barocken Formen, die eine auffällige Optik darstellen. Der Dombau begann Ende des 14. Jh. unter Herrschaft von Gian Galeazzo Visconti und zog sich durch die lange Bauzeit mit verschiedenen Architekten durch unterschiedliche Epochen.
So weist der Mailänder Dom verschiedene Stilelemente auf.
Der gotische Stil ist auf den Einfluss der ersten Bauherren aus Frankreich und Deutschland zurückzuführen.
1572 wurde der Dom auf den Namen "Santa Maria Nascente" getauft und erst unter Napoleon wurde die Fassade ab 1805 fertig gestellt. Das 20. Jh. dann brachte dem Dom die Reliefportale.
Dennoch ist der Mailänder Dom im wesentlichen eine gotische Kirche. Wie bei vielen Kirchen baut auch der Dom auf alten Vorgängerbauten auf. Die Reste der aus dem 5. Jh. stammende Kirche St. Tekla können noch heute unter dem Dom besichtigt werden.
Atemberaubend erhebt sich der Dom aus weißem Marmor und über 3000 Statuen thronen auf seinen Spitzen und lassen ihn noch mächtiger aussehen.
Den höchsten Platz des Mailänder Domes nimmt eine goldene, 4m große Statue ein, die sog. Madonnina, die in gut 108m Höhe weithin sichtbar in der Sonne glänzt.
Das Domdach wurde aus Candoglia-Marmor vom Lagio Maggiore hergestellt, was eine damalige Neuheit war.
Das Innere des Doms beeindruckt durch reichhaltige Ausstattung sowie Gold- und Elfenbeinkunstschätze.
An der Nordseite des Doms führen eine Treppe und ein Fahrstuhl auf das Dach, von dem aus sich dem Besucher ein traumhafter Blick eröffnet. Man kann über die ganze Stadt sehen und bei klarer Sicht erspäht man sogar die Alpen und kann weit in die Lombardische Ebene schauen.
Außerdem hat man von den etwa 8000qm aus einen eindrucksvollen Blick auf die 135 Turmspitzen und die bizzaren Wasserspeier.
Nimmt man die Treppen, belohnt einen die Aussicht und von hier oben sieht man eindrucksvoll die Piazza, die Galeria sowie die grünen Dachterrassen der Wohnhäuser.
Allerdings ist wichtig, da Italien ein sehr katholisches Land ist, das christliche Empfinden zu wahren und nur in entsprechender Kleidung wie langer Hose und langärmeligen Oberteilen den Dom zu betreten.
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